Bericht 21.04.2007

Hervorragender zweiter Platz für dFA-Motorsport beim Saisonauftakt auf Renault Clio

Der erste Lauf zur Rundstrecken-Challenge Nürburgring 2007 wurde von Stammfahrer Alexander Roth auf einem Renault Clio in Angriff genommen. Diese sehr erfolgreiche Rennserie, die den bisherigen Castrol-Haugg-Cup ablöst erfreut sich stark wachsender Aufmerksamkeit und Bedeutung, wie das Starterfeld von über 130 Teams eindrucksvoll demonstriert.

Der auffällige Clio – ein ehemaliges Renault Cup Fahrzeug – löste das Haupteinsatzfahrzeug, einen Ford Escort RS2000 ab, da dieser sich momentan noch in einer umfangreichen Überarbeitungsphase befindet, die voraussichtlich erst zum 24h-Rennen abgeschlossen sein wird.

Der Renntag begann um 6 Uhr mit den Vorbereitungen zu den Testfahrten am frühen Morgen. Nach einer kalten Nacht und -5 Grad waren die Aussichten für den kommenden Tag dann sehr sonnig. Das Einsatzfahrzeug, der Renault Clio mit der Startnummer 192, sollte nun in der 90-minütigen Testfahrt von Alexander Roth ein wenig besser kennen gelernt werden um im anschließenden Rennen eine vernünftige Performance erreichen zu können. Speziell an das sequentielle Getriebe galt es sich für den DFA-Motorsportpiloten zu gewöhnen. Außerdem wollte man die nagelneuen Michelin-Slicks anfahren, die später im Rennen zum Einsatz kommen würden.

Es sollte aber etwas anders kommen als geplant. Als bei der ersten gemeinsamen Fahrt von Marc und Alex bedingt durch einen defekten Zentrierring der Felge der Streckenposten Nr. 102 vor dem Streckenabschnitt Metzgesfeld angesteuert werden musste, war die Situation kritisch. Marc Beckord hatte das nach 2Km aufgetretene Problem sofort erkannt und man entschied sich sofort anzuhalten. Eine gute Entscheidung wie sich herausstellte. Die Radschrauben hatten sich gelöst und das Rad stand mit einem positiven Sturz von ca. 10 Grad im Radhaus und begann schon an der Radhauskante zu streifen und sich weiter zu lösen. Glücklicherweise hatte der hilfsbereite Streckenposten (herzlichen Dank für die Unterstützung den Clio wieder flott zu machen) ein Radkreuz und einen Unterstellbock bei der Hand. Nach langem Überlegen und Probieren schaffte man es dann glücklicherweise mit Hilfe einer Abschleppstange das Fahrzeug so weit anzuheben, dass das verkantete Rad gelöst und wieder festgeschraubt werden konnte. Die Reise konnte weiter gehen. Nach einem schnellen Felgenwechsel und Überprüfung der Gewindestangen an der Box wurde die Zeit nun knapp. Alexander Roth schaffte es leider nur noch eine Runde am Steuer des Clio zu absolvieren. Eigentlich viel zu wenig um ein neues Fahrzeug kennenzulernen. Mit gemischten Gefühlen sah man deshalb auch dem Start entgegen.

Nachdem zur Sicherheit nochmal alle Räder und Radbolzen mehrfach überprüft wurden, startete man bei eifeluntypischem strahlend blauem Himmel und Sonnenschein in die kommenden 15 Runden. Über 3.000 Zuschauer säumten die sonnendurchflutete Eifel. Was folgte war ein sensationelles Rennen bei dem beide Fahrer nach eigener Aussage sehr viel Spaß hatten. Trotz der beschriebenen Schwierigkeiten konnte sich Alexander Roth sehr schnell und sehr gut an das Fahrzeug gewöhnen und ließ mit den schnellsten Zeiten in der Klasse aufhorchen, was der Streckensprecher entsprechend euphorisch kommentierte. Mit dem mit 188PS für die Klasse fast schon untermotorisierten Renault Clio RS musste Alexander Roth sich allerdings recht mühsam durch das Feld der zu überrundenden Fahrzeuge kämpfen und fuhr den Rennwagen vor dem Fahrerwechsel auf den 3. Platz nach vorne. Der gewohnt schnelle Marc Beckord verbesserte die Platzierung im 2.ten Stint sogar noch auf die 2 Position. Insgesamt war er es ein Rennen mit sehr viel Verkehr speziell in den ersten Runden und leider auch einigen Gelbphasen aufgrund von Ausfällen. Insgesamt machte der Clio einen super Eindruck und lief wie ein Uhrwerk. Das zu Anfangs für Alex ungewohnte sequentielle Getriebe wurde während des laufenden Rennens zu seinem Favoriten und er verabschiedete sich nach der Siegerehrung nur ungern vom Einsatzfahrzeug.

Die gesamte Mannschaft freute sich über einen verdienten und respektablen zweiten Platz in der Klasse SP 18 bis 2.000ccm. Ein herzlicher Dank geht an das Team: Ute, Bianca, Christian und Rafael. Ihr ward klasse !